"24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr steht die Feuerwehr Fehraltorf bereit, ihnen in der Not zu helfen. Männer und Frauen die sich den Leitsatz „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ auf die Fahne geschrieben haben, und mit Ausbildung und Technik, für ihre Sicherheit sorgen"
An dieser Stelle wollen wir Ihnen nicht
die gesetzlichen Aufträge und die Organisation der Feuerwehren vorstellen. Diese
sind in kantonalen Reglementen und im Gemeindereglement, sowie die Vorschriften
der Gebäudeversicherung verankert.
Hier erfahren Sie, wie die Feuerwehr Fehraltorf die gesetzlichen Aufträge
umsetzt. Viele werden der Meinung sein, dass die Aufgabe der Feuerwehr das
Löschen von Bränden ist.
Aber die Aufgaben der Feuerwehr sind vielfältiger.
Die Feuerwehr im Wandel der Zeit. Von damals
zu Heute.
Mit dem stetigen Wachsen der Einsatzzahlen hat
sich auch das Umfeld der Aufgaben im Feuerwehrdienst geändert. Es ist nicht mehr
so wie "Seinerzeit", als alle paar Wochen die Sirene heulte und die
Feuerwehrmänner zum Einsatz liefen. Danach ein oder zwei Bier in geselliger
Runde genossen und sahen sich beim nächsten Einsatz wieder.
Heutzutage ist eine Feuerwehr in der mit einem kleinen bis mittleren Betrieb zu
vergleichen. Viel Zeit geht für Büroarbeiten drauf, die von den Kameraden des
Kommandos gemacht werden. Zeitaufwendig sind auch die Wartung und Reparatur der
Geräte, sowie die Bereitstellung des persönlichen Materials. Die Modernisierung
hat uns viele technische Hilfsmittel und Geräte beschert, die auch gewartet und
Instand gehalten werden müssen. Das beginnt bei der persönlichen Ausrüstung, den
Fahrzeugen, den Ausrüstungen im Feuerwehrlokal bis zum Feuerwehrlokal selbst.
Wenn die administrativen Arbeiten erledigt sind, kommt das
Üben
an die Reihe. Auch hier hat sich einiges geändert. Was früher mit
einfachem Handwerkzeug erledigt wurde, wird heutzutage mit hochtechnischen
Geräten bewerkstelligt. Obwohl wir natürlich froh sind, dass uns in vielen
Fällen die körperliche Arbeit erspart wird, müssen wir die Handhabung dieser
Geräte üben.
Die Vielzahl der verschiedenen
technischen Einsätze stellt eine hohe Anforderung an den Einsatzleiter und
dessen Fähigkeiten auf Situationen zu reagieren dar. Die Feuerwehrmannschaft
wird ebenfalls gefordert und muss gut harmonieren.
Aus diesem Grund verwenden wir die Führungsspirale:
Die eigene Sicherheit
steht immer und überall an oberster Stelle, egal wie sich das Ereignis gerade
entwickelt. Dies scheint auf den ersten Blick trivial, doch ist es genau dieser
Bereich, in dem die meisten Fehler passieren. Kein Feuerwehrmann dürfte etwas
tun, bevor nicht seine eigene Sicherheit gewährleistet ist. Doch wie schnell
passiert eine Unachtsamkeit oder ein kleiner Fehler. Berühmte Beispiele sind
vereiste Strassen, herunterfallende Ziegel oder Bauelemente, vorbeifahrende
Autos, Stolperfallen oder ungenügend Schlauchreserven oder „vergessene“
Rückzugswege.
Sind einmal alle Lebewesen in
Sicherheit gebracht, so kann damit begonnen werden,
Umwelt und Sachwerte zu
halten. Beispiele sind angrenzende Grundstücke und Häuser, unverrauchte
Gebäudeteile, Flüsse und Seen usw. Erst wenn die Umgebung genügend geschützt
ist, wird mit Löschen oder Aufräumen begonnen. In krassen Fällen muss die
Feuerwehr ein Haus eben niederbrennen lassen, wenn sie dafür ein angrenzendes
und noch unbeschadetes Haus halten kann.
Ist die Umgebung aber gesichert,
so beginnt die „typische Feuerwehrsarbeit,“ dem Beheben des Schadens: Es
wird gelöscht, abgerissen, umgeschaufelt, abtransportiert usw. usw.
Der Einsatz mit Atemschutzgeräten ist Pflicht.
Solche Einsätze erfordern sehr viel
Kraft, Ausdauer und Teamarbeit, es ist zu vergleichen mit Holzhacken in einer
Sauna. Die Einsatzzeit liegt zwischen 15 und 30 Minuten pro Gerätträger. Erst
wenn der Auftrag ausgeführt ist, kann man die Schutzmaske ablegen. Dann ist
nicht nur der Mensch, sondern auch meist der Luftvorrat in der Sauerstoffflasche
ziemlich am Ende.
„Wir üben oft, hoffen
aber immer,
dass wir unser Können im Einsatz nicht anwenden müssen.“